Bromo, der heilige Ort

Der Vulkan Bromo ist ein heiliger Ort für Hindus. Die Hindu-Gottheit Ganesha verkörpert Weisheit und Intelligenz und steht für Glück und Erfolg. Ganesha kann man daher in vielen heiligen Stätten, Tempeln und Hindu-Häusern vorfinden.

Blick in den Krater des Bromo, die Hindu-Gottheit Ganesha wacht am Kraterrand.

Der Bromo ist ein besonderer Ort voller Mythen und Legenden. Ende des 15. Jahrhunderts sollen die Prinzessin Roro Anteng und Prinz Joko Seger ein eigenes Fürstentum gegründet haben.

Leider blieb das Paar in den ersten Jahren kinderlos. Deshalb kletterten beide auf den Krater des Bromo und beteten zu den Göttern. Diese schenkten dem Paar den Kindersegen – unter der Bedingung, dass das letzte Kind den Göttern des Bromos geopfert wird. Das verzweifelte Paar willigte ein und erfreute sich in den kommenden Jahren über 24 Kinder.

Als das 25., und damit letzte Kind zur Welt kam, forderten die Götter ihr Recht ein. Bei Nichterfüllung würden die Götter den Bromo nicht zur Ruhe kommen lassen und drohten mit Ausbrüchen und Krankheiten. So opferten sie schließlich schweren Herzen das jüngste Kind.

Seit diesem Tage findet am Bromo bis heute einmal im Jahr das Fest Kassada statt, in dem die Hindus Opfergaben in den Vulkankrater werfen. Teilweise ist das für Außenstehende grotesk – es werden Ziegen oder auch mal eine Kuh lebend in den Krater geworfen.

Der Bromo ist in der Urlaubszeit ein Touristenmagnet.

Die Hindus in der Tengger Caldera glauben, dass sie alle von Roro Anteng und Jogo Seger abstammen. Seit dem wird die Caldera nach Anteng und Seger benannt, indem man beide Namen vereint hat: TENGGER

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